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HSPV NRW erforscht Belastungssituation der Kriminalpolizei

HSPV NRW erforscht Belastungssituation der Kriminalpolizei

© pixabay/geralt

Köln/Gelsenkirchen, 13. Juni 2022. Im letzten Jahr war die Belastungssituation der nordrhein-westfälischen Kriminalpolizei Thema einer Sachverständigenanhörung im Innenausschuss des Landtags. Von Seiten der HSPV NRW war Prof. Dr. Stefan Kersting als Sachverständiger geladen. Im Rahmen der Anhörung plädierte er unter anderem für eine wissenschaftliche Untersuchung der Arbeitsprozesse der Kriminalpolizei (Ausschussprotokoll 17/1481).

In Folge der Innenausschusssitzung hat der Landtag NRW die Landesregierung beauftragt, Forschungsaufträge zur Untersuchung der Belastungssituation der nordrhein-westfälischen Polizei zu vergeben (Plenarprotokoll 17/144). Eine Gruppe Forschender der HSPV NRW (bestehend aus Prof. Dr. Daniela Pollich, KHKin Julia Erdmann, Prof. Dr. Michael Reutemann und Prof. Dr. Stefan Kersting) hat das Ministerium des Innern des Landes Nordrhein-
Westfalen (IM NRW) bei den Möglichkeiten der Realisierungdes Landtagsbeschlusses im Rahmen der Initiative „Pro K“ beraten. Anknüpfend an diesen Beratungsprozess wurde eine Projektskizze zur Umsetzung einer wissenschaftlichen Untersuchung zu Arbeitsprozessen, Einflussfaktoren, resultierenden Belastungen und Beanspruchungserleben vorgelegt.

Den heterogenen Dimensionen des Untersuchungsgegenstandes entsprechend, ist das „Forschungsprojekt Kriminalitätsaufkommen und Stresserleben bei der Kriminalpolizei“ (FoKuS Kripo) als Multimethodenstudie konzipiert. Qualitative Methoden, wie Interviews, Gruppendiskussionen oder teilnehmende Beobachtungen, sind ebenso vorgesehen, wie freiwillige und anonyme quantitative Befragungen aller Mitarbeitenden in den Direktionen K sowie von Studierenden des Fachbereichs Polizei. Handlungsempfehlungen werden auf Basis der Befunde in Workshops mit Praxisvertreterinnen und -vertretern erarbeitet.

Mit dem nun erfolgten Auftrag hat das IM NRW die zeitlichen und finanziellen Ressourcen für die Durchführung des auf 27 Monate angelegten Projekts bereitgestellt. Das Forschungsteam der HSPV NRW wird künftig durch zwei wissenschaftliche Mitarbeitende und eine wissenschaftliche Hilfskraft unterstützt. Entsprechende Stellenausschreibungen wurden zwischenzeitlich veröffentlicht.
Sie erreichen das Forschungsteam unter der Funktionsadresse fokuskripo@hspv.nrw.de, Prof. Dr. Stefan Kersting, Abteilung Gelsenkirchen.

Originalmeldung: https://www.hspv.nrw.de/fileadmin/Newsletter/2022_05_Mai/HSPVAktuell_Mai2022.pdf

Ansprechpartner:
HSPV NRW
Andrea Bauer
Dezernat 14.2 – Forschung
+49 (0)209 1659 1243
Andrea.Bauer@hspv.nrw.de

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2022-06-21T10:35:47+02:0021.06.2022|Kategorien: Arbeit und Gesundheit, Gesellschaft|Tags: |

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