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Im Projekt „HexaGo“ entwickelten Studierende ein Fahrzeug aus Vulkanfiber.

Frederik Boin ist startklar für die erste Ausfahrt mit dem HexaGo. Prof. Dr. Christian Stumpf (hinten) hat gemeinsam mit Studierenden auf die Straßenzulassung hingearbeitet. Foto: FH/Pösentrup

© FH | Pösentrup

Soest, 17.01.2022. Nur Funktionieren allein reicht nicht. ‚Das Moped muss auf die Straße‘, setzte sich Dr. Christian Stumpf zum Start des Projekts in 2014 das ehrgeizige Ziel. Sechs Bachelor- und gut 15 Projekt-Arbeiten später ist es nun soweit: Für das leichte Zweirad „HexaGo“ aus dem Verbundmaterial Vulkanfiber hat der Professor die Straßenzulassung bekommen und darf sich fortan mit 40 km/h in den fließenden Verkehr einreihen.  Es gibt für alles eine Vorschrift“, fasst Prof. Stumpf die Herausforderungen der vergangenen Jahre in einem Satz zusammen. Die Beleuchtung muss beispielsweise auf einer bestimmten Höhe angebracht sein, der Tachometer muss beleuchtet sein usw. So entpuppte sich das Zweirad als wahre Fundgrube für Abschluss- und Projektarbeiten. Ob Akku oder Hinterradbremse – nahezu jede an dem Moped verbaute Komponente stellte Studierende und Professor vor eine neue knifflige Aufgabe.

Intensive Kooperation

Der Startschuss für das Projekt fiel 2014. Im Rahmen des Wahlpflichtfachs „Angewandte Produktentwicklung“ bauten Studierende ein Fahrzeug aus dem Verbundwerkstoff Vulkanfiber. Dieser besteht aus Zellstoff und Baumwolle, nachwachsenden Rohstoffen also, und ist damit zu 100 Prozent abbaubar. Der Rahmen des mit einem Elektromotor angetriebenen Gefährts besteht aus Vulkanfiberplatten, die im Kern eine so genannte hexagonale (sechseckige) Wabenstruktur aufweisen. Daher gaben die Studierenden dem Zweirad den Namen „HexaGo“. Selbstverständlich wurde der Rahmen mehrfach lackiert, sodass das Bike nicht nur bei schönem Wetter ausgefahren werden kann. An dem Grundbike arbeiteten Studierende der Studiengänge Maschinenbau, Design- und Projektmanagement sowie Technische Redaktion und Medienmanagement. Vom Entwurf über die Konstruktion bis hin zum Design und der technischen Dokumentation – jedes Team hatte seinen Kompetenzen entsprechend einen anderen Arbeitsauftrag. Insgesamt sind rund 200 Arbeitsstunden in das Projekt geflossen. Für Professor Stumpf ist das HexaGo ein echtes Herzensprojekt. Gemeinsam mit Maschinenbau-Student Frederik Boin, der auf der Zielgeraden noch ein paar 3D-Druckteile beigesteuert hat, montierte er die offiziellen Moped-Kennzeichen. Einen wesentlichen Beitrag hat das Team der Schumann Prüf GmbH als Hauptsponsor geleistet. Der GTÜ-Vertragspartner führte alle für eine Einzelbetriebserlaubnis erforderlichen Sicherheitsprüfungen durch. Für Ingenieur*innen ist es das Größte, wenn Visionen Wirklichkeit werden. Das Durchhaltevermögen hat sich ausgezahlt, und so war die Jungfernfahrt des HexaGo für alle Beteiligten ein positives Signal zum Jahresauftakt.

Originalmeldung:
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Ansprechpartnerin:
FH Südwestfalen
Leiterin Hochschulkommunikation
Birgit Geile-Hänßel
+49 (0)2371 566 100
haenssel.birgit@fh-swf.de

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2022-01-10T12:48:20+01:0012.01.2022|Kategorien: Forschung, Nachhaltigkeit|Tags: |

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