Reallabor für forschendes Lernen zu klimaresilienten Wäldern

© TH OWL/ Jolk
Höxter, Juli 2026. Wie entwickeln sich klimaresiliente Wälder unter den Bedingungen des Klimawandels? Dieser Frage widmet sich ein neues Reallabor im Klimawald Höxter. Gemeinsam mit Studierenden der Landschaftsarchitektur und Umweltplanung am Sustainable Campus in Höxter wird ein langfristiges Monitoringkonzept entwickelt. Ziel ist es, die Entwicklung der Versuchsflächen wissenschaftlich zu begleiten und neue Erkenntnisse für Forschung, Lehre und Praxis zu gewinnen.
Mit einer ersten Exkursion und einer Drohnenbefliegung ist das Reallabor gestartet. Besonders hervorzuheben ist, dass die Initiative für dieses Projekt von den Studierenden ausging. Die Idee wurde im Rahmen einer eigens dafür konzipierten Lehrveranstaltung des Fachgebiets Landschaftsplanung, Landschaftsökologie und Naturschutz von Professor Dr. Werner Rolf aufgegriffen, es wird gemeinsam mit dem Fachgebiet GIS und Digitalisierung, Professor Dr. Christian Jolk, durchgeführt.
Zum Projekt
Seit 2020 haben Studierende auf Flächen des städtischen Forstbetriebs Höxter auf rund zehn Hektar verschiedene Versuchsflächen zur Entwicklung klimaresilienter Wälder angelegt. Mit dem Aufbau des Reallabors beginnt nun der nächste Schritt: Die Flächen sollen durch ein langfristiges Monitoring wissenschaftlich begleitet werden. Dabei entsteht ein Lern- und Forschungsraum, in dem Studierende eigene Forschungsfragen entwickeln, Monitoringmethoden erproben und wissenschaftliche Erkenntnisse generieren.
Das Monitoring verbindet unterschiedliche fachliche Perspektiven und berücksichtigt ökologische, physikalische, technologische und gesellschaftliche Aspekte. Geplant sind unter anderem Untersuchungen zu …
-der ökologischen Vitalität und Biodiversität, beispielsweise zur Baumgesundheit und Artenvielfalt,
-physikalischen Parametern und dem Mikroklima, etwa Temperatur, Boden- und Luftfeuchtigkeit sowie Bodeneigenschaften,
-Bioakustik und KI-gestützten Verfahren, beispielsweise zur automatisierten Erfassung von Tierstimmen und Vegetationszuständen,
-partizipativen Ansätzen zur Wahrnehmung und Akzeptanz des Klimawaldes in der Bevölkerung.
Das Projekt profitiert bereits von einem intensiven fachlichen Austausch mit dem Forstlichen Umweltmonitoring am LANUK NRW, der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt, Wald und Holz NRW, der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttingen sowie dem städtischen Forstbetrieb Höxter, der die Flächen für das Projekt zur Verfügung stellt.
„Das Reallabor soll künftig als Schnittstelle zwischen Forschung, Lehre und Praxis weiterentwickelt werden und langfristig wertvolle Erkenntnisse für klimaresiliente Wälder sowie innovative Formen des forschenden Lernens liefern“, sagt Professor Rolf.
Aufruf an interessierte Institutionen und Unternehmen
Für die weitere Umsetzung und Einrichtung des Reallabors werden Kooperationspartner:innen und Unterstützer:innen gesucht. Interessierte Institutionen und Unternehmen sind eingeladen, sich an der Weiterentwicklung dieses zukunftsorientierten Projekts zu beteiligen.
Originalmeldung:
https://www.th-owl.de/news/artikel/detail/klimawald-hoexter-reallabor-fuer-forschendes-lernen/
Ansprechpersonen:
Fachgebiet Landschaftsplanung, Landschaftsökologie und Naturschutz (LpLoeN)
https://www.th-owl.de/g/studium/fachgebiete/landschaftsplanung-landschaftsoekologie-und-naturschutz/personen/




