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Eltern bei Trennung optimal unterstützen

Studie der FH Münster hat untersucht, wie die Beratung von Paaren bei der Trennung am besten gelingt – auch zum Wohl der Kinder

© FH Münster / Wilfried Gerharz

Münster, 10. Mai 2023. Wenn eine Beziehung in die Brüche geht, ist dies für die Beteiligten emotional sehr belastend. Finanzielle und rechtliche Fragen müssen geklärt und eine Einigung über die Umgangsregelung mit den Kindern gefunden werden. Die Jugendämter bieten Eltern in dieser schwierigen Phase eine professionelle Trennungs- und Scheidungsberatung (TSB) an, die dabei helfen soll, gute Regelungen im Sinne der Kinder zu treffen. Doch welche Faktoren sind entscheidend, damit ein solcher Beratungsprozess gelingt und die Betroffenen sich gut unterstützt fühlen? Dies hat ein Projektteam unter der Leitung von Prof. Dr. Laura Best vom Fachbereich Sozialwesen der FH Münster untersucht.

Ein wesentlicher Punkt sei, dass die Beratung zu einem möglichst frühen Zeitpunkt einsetzen sollte. „Vielen Paaren, die sich trennen, ist gar nicht bewusst, dass Jugendämter im Rahmen der Trennungs- und Scheidungsberatung unterstützen, um Lösungen zum Wohl der Kinder zu finden“, erklärt die Professorin für Beratung und Coaching in der Sozialen Arbeit. „Oft wird Beratung erst in Anspruch genommen, wenn die Scheidung schon eingereicht ist und die Fronten sich bereits verhärtet haben.“ Daher sei es wichtig, das TSB-Angebot der Jugendämter bekannter zu machen – zum Beispiel über Schulen oder Kitas.

Ein weiteres Ergebnis der Studie, die in Kooperation mit den beiden Landesjugendämtern Westfalen-Lippe und Rheinland durchgeführt wurde: Viele Fachkräfte im Allgemeinen Sozialen Dienst (ASD) wünschen sich mehr spezifische Weiterbildung zum Thema TSB, um Beratungsgespräche souverän zu führen. „Neue Fachkräfte werden im Rahmen der Weiterbildung ‚Neu im ASD‘ in der Trennungs- und Scheidungsberatung grundlegend geschult“, sagt Best. „Ziel ist unter anderem die Entwicklung weiterer Schulungsangebote zur Vermittlung der wichtigsten Kompetenzen in mediativer Gesprächsführung.“

Die Erkenntnisse aus der Studie „Herausforderungen und Gelingensfaktoren in der Trennungs- und Scheidungsberatung“ fließen in die Überarbeitung der Arbeitshilfen für Jugendämter ein, welche Fachkräften einen Orientierungsrahmen für ihre Arbeit bieten.

Originalmeldung:
https://www.fh-muenster.de/hochschule/aktuelles/pressemitteilungen.php?madid=9190

Ansprechpartnerin:
FH Münster
Pressesprecherin
Katharina Kipp M.A.
+49 (0)251 83 64090
katharina.kipp@fh-muenster.de

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2023-05-15T11:12:13+02:0015.05.2023|Kategorien: Gesellschaft, Vermischtes|Tags: |

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