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Abschlussbericht des langjährigen Projekts DigiQuartier der Westfälischen Hochschule vorgelegt

Zu sehen ist ein Smartphone, das von einer älteren Person in der Hand gehalten wird

© pixaby/Rupert B

Recklinghausen, 21. September 2021. Digitale Technik unterstützt ältere Menschen nicht nur beim Chat mit dem Enkel. Sie hilft auch, länger selbstständig und selbstbestimmt in den eigenen vier Wänden zu leben. Wie Digitalisierung im Quartier gezielt für eine altersgerechte Entwicklung des Sozialraums eingesetzt und digitale Kompetenzen bei Älteren und Pflegebedürftigen aufgebaut werden können, hat das Projekt DigiQuartier über drei Jahre im Kreis Recklinghausen untersucht. Der soeben erschienene Abschlussbericht macht Projekt-Erkenntnisse und Konzepte praxisnah für weitere Kommunen, Trägerorganisationen, Vereine oder Verbände nutzbar und inspiriert zu eigenen Projekten.

Das Projekt wird vom NRW-Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie gefördert und vom Institut Arbeit und Technik (IAT/ Westfälische Hochschule) und dem Rhein Ruhr Institut für Sozialforschung und Politikberatung (RISP) wissenschaftlich begleitet. Es wurden konkrete Ansatzpunkte entwickelt, um älteren und wenig technikaffinen Bewohner*innen digitale Teilhabe zu ermöglichen. Hier ist ein Werkzeugkasten entstanden für kommunale Akteur*innen, die ihre Quartiere altersgerecht gestalten wollen. So wurden in den Modellquartieren u. a. Digital-Treffs, die Bücherei der digitalen Dinge, eine Technikdatenbank und weitere digitale Werkzeuge für die Quartiersarbeit entwickelt und umgesetzt.

„Durch den Einsatz digitaler Anwendungen und Geräte in der Wohnung, im Quartier oder durch die Gesundheitsdienstleister lassen sich sehr positive Effekte erzielen“, stellen die IAT-Forscher Michael Cirkel und Dr. Peter Enste fest. Dies sei jedoch kein Selbstläufer, Ausschlaggebend ist das Zusammenspiel von Technik, Quartiersentwicklung sowie professionell Pflegenden und ehrenamtlich Unterstützenden. „Der Dreiklang aus Digitalisierung, Quartiersentwicklung und sozialpflegerischen Unterstützungsangeboten, wie er im Projekt DigiQuartier erprobt wurde, muss auch weiterhin zusammen betrachtet werden. Dann kann eine mithilfe von Digitalisierungsangeboten beförderte altersgerechte Quartiersentwicklung dazu beitragen, Selbstständigkeit, Teilhabe und Selbstbestimmung älterer Menschen zu unterstützen und die Lebensbedingungen so zu gestalten, dass die Notwendigkeit der Aufnahme in eine stationäre Einrichtung der Altenpflege trotz Eintritt in die Pflegebedürftigkeit verhindert oder zumindest verzögert wird“.

Originalmeldung:
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Ansprechpartnerin:
Westfälische Hochschule
Leiterin Pressestelle
Dr. Barbara Laaser
+49 (0)209 9596 464
barbara.laaser@w-hs.de

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2021-09-29T12:14:11+02:0027.09.2021|Kategorien: Digitalisierung|Tags: |

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