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Virtuelle Lehre

Virtuelle und erweiterte Realität für digitale Lehre nutzbar machen.

(Bild: pixabay).

© pixabay

Bonn/Sankt Augustin, 21. Juli 2020. Erweiterte sowie Virtuelle Realität (Augmented und Virtual Reality, AR/VR) an den Hochschulen Nordrhein-Westfalens stärker in Lehre und Forschung anzuwenden und die Zusammenarbeit auf dem Gebiet AR/AV zu verbessern, ist die Erwartung an ein Projekt, das in Kürze Fahrt aufnehmen wird. Vier Projektpartner, die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg (H-BRS) ist dabei federführend, entwickeln dazu eine Software, die später mit Open-Source-Lizenz zur Verfügung steht. Ergänzend werden exemplarisch Lernszenarien erarbeitet und Services für Hochschulen aufgebaut, die Lehrende bei der Nutzung und Entwicklung eigener AR/VR Lehr- und Lerninhalte unterstützen.

Die AR/VR-Software mit Autorenwerkzeugen sowie Lehr- und Lernumgebungen sollen zudem in der Projektlaufzeit erprobt werden, bevor sie als freie Software zur Verfügung steht. Dokumentationen der Software, Handbücher und Tutorials sowie Beratungen durch die Projektpartner sind weitere Hilfestellungen zur nachhaltigen Implementierung von AR und VR bei den Hochschulen des Landes.

Mit Hilfe dieses Ansatzes wird die Grundlage geschaffen, dass sowohl Hochschullehrerinnen und -lehrer als auch Studierende eigene AR/VR-Inhalte erarbeiten können und die Integration dieser Technologie in der Breite gelingt. „Wir möchten allen Kolleginnen und Kollegen die Möglichkeit geben, VR/AR in ihren Lehrveranstaltungen gewinnbringend einzusetzen, ohne dass dafür eine umfangreiche Fachexpertise notwendig ist“, sagt Prof. Dr. André Hinkenjann von der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, der die Leitung in diesem Vorhaben hat. Ebenso wird durch den Open-Source-Ansatz zukünftige Forschung und Entwicklung zu AR und VR in der Lehre auf einem vorhandenen System aufsetzen können und somit die interdisziplinäre Forschung in NRW anregen. Der Open-Source-Gedanke zielt klar auf eine kontinuierliche und differenzierte Weiterentwicklung.

Im Programm „Digitale Werkzeuge in der Hochschullehre“ fördern das NRW-Wissenschaftsministerium und die Digitale Hochschule NRW (DH.NRW) das Projekt „AR/VR.nrw – Augmented und Virtual Reality in der Hochschullehre“ für die Dauer von drei Jahren mit insgesamt 1,54 Millionen Euro. DH.NRW ist eine Kooperationsgemeinschaft der 42 Hochschulen des Landes. AR und VR gelten als Schlüsseltechnologien für ganz verschiedene Anwendungen, nun sollen sie auch stärker in Lehre und Forschung als Werkzeug integriert und für die hochschulübergreifende Zusammenarbeit nutzbar gemacht werden. Projektpartner der H-BRS sind die RWTH Aachen, die Hochschule Hamm-Lippstadt und die Universität Wuppertal. Neben diesem Projekt fördern Land und DH.NRW vier Anträge anderer Verbundpartner.

Das Land schafft mit der Förderlinie die Möglichkeit, die Lern-Management-Systeme der Hochschulen konsequent weiterzuentwickeln und Anforderungen der Online-Lehre oder digitalen Prüfungen gerecht zu werden. Die dabei entstehenden Open-Source-Lösungen können die Partner in der DH.NRW sie standortspezifisch anpassen.


Wissenschaftliche Ansprechpartner:

Prof. Dr. André Hinkenjann
Institut für Visual Computing und
Fachbereich Informatik der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg
Tel. 02241/865-229
E-Mail: andre.hinkenjann@h-brs.de

Prof. Dr. Ernst Kruijff
Institut für Visual Computing und
Fachbereich Informatik der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg
Tel. 02241/865-9616
E-Mail: ernst.kruijff@h-brs.de

Origialmeldung:
https://idw-online.de/de/news751631

Ansprechpartnerin:
Hochschule Bonn-Rhein-Sieg
Pressesprecherin
Eva Tritschler
+49 (0)2241 865 641
eva.tritschler@h-brs.de
2020-08-06T13:38:20+02:0005.08.2020|Kategorien: Digitalisierung|Tags: |
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