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Studienabbruch – und dann?

Hochschule Niederrhein: Projekt für Studienaussteiger wird fortgesetzt.

(Bild: pexels | energepic.com).

© pexels | energepic.com

Krefeld, 20. November 2020. Das Projekt NEXT STEP niederrhein, das Studienaussteigerinnen und –aussteiger unterstützt, wird um drei Jahre verlängert. „Wie wichtig es gerade in Corona-Zeiten ist, die Zweifel von Studierenden ernst zu nehmen, aufzufangen und zielgerichtet zu begleiten, dieser Verantwortung sind sich unsere Hochschulen bewusst“, sagte Berthold Stegemerten, Vizepräsident für Studium und Lehre der Hochschule Niederrhein, jetzt auf dem Allianztreffen. „Umso bedeutender ist es, für Studierende mit dem Projekt eine Brücke zu alternativen Wegen zum Studium und für neue berufliche Perspektiven zu bauen.“

Worum es geht

Im Projekt NEXT STEP niederrhein arbeiten die Hochschule Rhein-Waal und die Hochschule Niederrhein mit derzeit 18 regionalen Arbeitsmarktakteuren zusammen. Dazu gehören die Industrie- und Handelskammern, die Handwerkskammer, Arbeitsagenturen und Wirtschaftsförderungen. Hauptziele des Netzwerkes sind Zweifel am Studium zu enttabuisieren, zweifelnde Studierende aufzufangen und Unterstützung durch Beratung und individuelles Coaching anzubieten.

Netzwerk und Kommunikation

„Welche Früchte eine gute Netzwerkarbeit tragen kann, zeigt sich bei der Verlängerung von NEXT STEP niederrhein. In dem Unterstützerschreiben der beteiligten lokalen Arbeitsmarktakteure an das Ministerium für Kultur und Wirtschaft aus dem Jahr 2020 wurde die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und Wirtschaft hervorgehoben. Die von der Landesregierung bewilligte Verlängerung des Projektes bis Ende 2023 ist als großer Erfolg dieser Zusammenarbeit zu bewerten“, sagte Prof. Dr. Jörg Petri, Vizepräsident für Studium, Lehre und wissenschaftliche Weiterbildung an der Hochschule Rhein-Waal.

„Wenn ich einen Ausbildungsplatz hätte, dann würde ich abbrechen“ – mit dieser Aussage kämen Studierende oft zu den Beratungen, berichten die beiden Projektleiterinnen Désirée Krüger und Dr. Silke Höfle. Aber Studienabbruch-Entscheidungen gingen häufig nicht mit Ausbildungsbeginn-Zeiten konform. Wie kann der Übergang von der Hochschule in die Wirtschaft flexibel gestaltet werden? Fragen wie diese standen im Mittelpunkt des Treffens.

Alle Projektbeteiligten sind sich einig: Je früher Studierende sich bewusst sind, warum sie zweifeln und je eher sie sich dafür entscheiden, ihr Studium fortzusetzen oder alternative berufliche Perspektiven entwickeln, desto besser.

Zielgruppe Studienaussteiger

Unternehmen interessieren sich zunehmend für Studienaussteigerinnen und –aussteiger. Aus ihrer Perspektive haben Studierende schon wertvolle Kompetenzen erworben – das macht sie als Zielgruppe interessant. Mehr als 50 regionale Unternehmen sind inzwischen auf der projekteigenen Internetseite in einer Unternehmensliste platziert und heißen somit Studienaussteigerinnen und –aussteiger als potenzielle Azubis willkommen.

Die Zusammenarbeit im Netzwerk von NEXT STEP niederrhein soll in den kommenden drei Jahren weiter gestärkt und neue konkrete Angebote entwickelt werden. Das Auffangnetz weiter auszubauen, das ist gerade unter Corona-Bedingungen eine der zentralen Herausforderungen.

Originalmeldung:
https://www.hs-niederrhein.de/startseite/news/news-detailseite/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=21117&cHash=a552d9a8b9a96504ca321d92c805da00

Ansprechpartner:
Hochschule Niederrhein
Pressesprecher
Dr. Christian Sonntag
+49 (0)2151 822 3610
christian.sonntag@hs-niederrhein.de

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2020-11-30T08:49:55+01:0020.11.2020|Kategorien: Gesellschaft|Tags: , |
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