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Digitalisierte Teilhabe

Welche Potenziale und Herausforderungen bieten Musik-Apps bei der Sicherung und Ausweitung kultureller Teilhabe für Jugendliche und junge Erwachsene mit komplexer Behinderung?

(Bild: pixabay).

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Bielefeld, 04.  Mai 2020. Das Forschungsprojekt be_smart analysiert etwaige Potenziale und Herausforderungen von Digitalisierung für mehr Teilhabe an kultureller Bildung für Menschen mit komplexer Behinderung. Im Zentrum stehen digitalisierungsbedingte Entwicklungen in den Bereichen Musikproduktion und Musikrezeption. Mögliche Potenziale dieser Entwicklungen für mehr Teilhabe an musikalischer Bildung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit komplexer Behinderung sind in der musikpädagogischen Forschung bislang nicht systematisch untersucht. So lautet die zentrale forschungsleitende Fragestellung: Welche Potenziale und Herausforderungen bieten Musik-Apps bei der Sicherung und Ausweitung kultureller Teilhabe für Jugendliche und junge Erwachsene mit komplexer Behinderung?

Das Forschungsprojekt fokussiert einerseits das subjektive Erleben der Nutzerinnen und Nutzer, andererseits die spezifischen Herausforderungen und Potenziale für Musikpädagoginnen und Musikpädagogen sowie Interaktions- und Aneignungsprozesse in musikbezogenen Bildungssituationen. Die Studie schließt eine Lücke zwischen drei Themenfeldern: musikalische Bildung, behinderungsspezifische Förderung und inklusionssensible Bildungswissenschaften. Im Anschluss an eine Sondierungsphase mit telefonischen ExpertInnen-Interviews werden im ersten Schritt jugendliche MusiknutzerInnen und Musizierende mit komplexer Behinderung zu ihren Erfahrungen mit Musik-Apps befragt. Dazu werden für diesen Personenkreis digitale Interviewformate auf der Basis qualitativer Fokusinterviews entwickelt. Zweitens diskutieren MusikpädagogInnen aus unterschiedlichen Vermittlungskontexten (Schule, Musikschule, Erwachsenenbildung) in Fokusgruppen-Interviews ihre Praxiserfahrungen mit Musik-Apps. Drittens wird die pädagogische Nutzung von Musik-Apps in unterschiedlichen Settings beobachtet und dokumentiert. Die Beobachtungen werden im Hinblick auf die entstehenden Interaktionsordnungen und Aneignungsprozesse analysiert. So soll untersucht werden, welche Transformationen durch die Nutzung von Musik-Apps auf der subjektbezogenen und interaktionalen Ebene entstehen. Das Vorhaben synthetisiert bislang weitgehend voneinander unabhängige Perspektiven auf die Implikationen von Digitalisierung für die Ausweitung von Teilhabe an kultureller, insbesondere musikalischer Bildung.

Origialmeldung:
https://www.fh-bielefeld.de/forschung/aktuelle-forschungsprojekte/fachbereich-sozialwesen/gerland-be-smart

Ansprechpartnerin:

FH Bielefeld
Leiterin Hochschulkommunikation
Dr. phil. Christine Kramer
+49 (0)521 106 7754
2020-05-04T14:07:06+02:0004.05.2020|Kategorien: Gesellschaft|Tags: |