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Verschränkung von Kultur und Flucht

Flucht – Diversität – Kulturelle Bildung (FluDiKuBi) Rassismuskritische und diversitätssensible Diskursanalyse kultureller Bildung im Kontext von Flucht und Migration.

(Bild: pixabay).

© pixabay

Köln, 17. Februar 2020. Das leitende Interesse der Studie richtet sich auf Verschränkungen von künstlerisch-ästhetischer Praxis mit Vorstellungen von „Kultur“ sowie gesellschaftlich-politischen Thematisierungen im Kontext von „Flucht“. Auf der Ebene von Diskursen soll analysiert werden, in welcher Weise zu geflüchteten Menschen in institutionellen Kontexten Kultureller Bildung gesprochen wird und ob hierbei (Alltags)Rassismen, Kulturalisierungen und Stereotypisierungen (re)produziert werden. Zugleich ist von Interesse, ob und in welcher Weise Kulturelle Bildung symbolische Räume für junge Menschen eröffnet, die selbstbestimmte, mehrdeutige und eigensinnige Artikulationen von Themen, Körpern, Praktiken oder Kritiken ermöglichen.

Das vom BMBF geförderte Forschungsprojekt verfolgt das Anliegen, Anträge, Vortragstexte und Positionierungen in den Diskursfeldern Flucht, Migration und Kulturelle Bildung zu untersuchen und auf offene und verdeckte rassialisierende, rassistische und postkoloniale Wissensordnungen und Deutungsmuster hin zu befragen. Mit dem Design einer Methodentriangulation werden hierzu für den zentralen Textkorpus Anträge der Bundesprogramme „Kultur macht stark“ und „Kultur macht stark plus“ aus dem Zeitraum von 2012-2018 analysiert. Ebenso fließen teilnehmende Beobachtungen und Vortragstexte von nationalen und international deutschsprachigen Tagungen im thematischen Bereich von Flucht, Migration, Rassismuskritik und Diversität im Kontext von Kultureller Bildung und Kulturpolitik sowie Positionierungen des Deutschen Kulturrates in die Analyse ein.

Ziel des Forschungsprojektes

Zielsetzung des Forschungsvorhabens ist es, eine rassismuskritische und diversitätssensible Perspektive zu formulieren und daraus handlungsorientierte Kriterien für die Kulturelle Bildung in der Migrationsgesellschaft zu entwickeln.

Das Forschungsprojekt hat eine Laufzeit von drei Jahren und wird geleitet von Prof. Dr. Norbert Frieters-Reermann und Prof. Dr. Marion Gerards und von Susanne Bücken und Johanna Meiers als Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen begleitet. Als studentische Mitarbeiter*innen aus dem  Masterstudiengang sind Wael Baitamani, Julia Breidung und Simone Hieronymus an dem Forschungsvorhaben beteiligt.

Origialmeldung:
https://www.katho-nrw.de/katho-nrw/forschung-entwicklung/forschungs-entwicklungsschwerpunkte/bildung-und-diversity/aktuelle-forschungsprojekte/flucht-diversitaet-kulturelle-bildung-fludikubi-rassismuskritische-und-diversitaetssensible-diskursanalyse-kultureller-bildung-im-kontext-von-flucht-und-migration-bmbf/

Ansprechpartnerin:
KatHO NRW
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Stephanie Gorgs
+49 (0)221 7757 508
presse@katho-nrw.de
2020-02-17T12:59:35+01:0017.02.2020|Kategorien: Gesellschaft|Tags: |
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