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Suchtprävention per Smartphone

Neue App für junge Geflüchtete: Suchtprävention per Smartphone.

© pixabay

Köln, 28. Februar 2020. Belastet durch Krieg und Flucht, fremd in einem neuen Land und in einer neuen Kultur: Junge Geflüchtete haben ein erhöhtes Risiko, problematisch Alkohol und Cannabis zu konsumieren – und stellen gleichzeitig eine im Gesundheitssystem unterversorgte Gruppe dar. Deshalb entwickeln die Wissenschaftler*innen am Deutschen Institut für Sucht- und Präventionsforschung (DISuP) der Katholischen Hochschule NRW die App „BePrepared“: Mit kulturell adaptierten Inhalten soll die Smartphone-App auf Basis der kognitiven Verhaltenstherapie einen problematischen Alkohol- und Cannabiskonsum verringern – präventiv zur Verbesserung von Chancen, kultursensibel zur Steigerung von Akzeptanz, Motivation und Nutzung, digital als niedrigschwelliger Zugang.

„Erweist sich das Projekt erfolgreich, wird die App ‚BePrepared‘ die erste evidenzbasierte und wissenschaftlich evaluierte digitale Kurzintervention für die Zielgruppe weltweit sein“, sagt Projektleiter Prof. Dr. Michael Klein vom DISuP, der mit seinem Team die App entwickelt, erprobt und evaluiert. Digitalisierung und digitale Vernetzung in der Suchthilfe sind ein neuer Trend und werden derzeit breit diskutiert: DISuP-Mitarbeiterin Laura Fischer (M.Sc. Psych.) beteiligte sich im Dezember 2019 auf der Digitalkonferenz TECHTIDE mit der „BePrepared“-App an einem 5-minütigen Speed-Pitch zur digitalen Transformation in der Sozialwirtschaft und stellte im Oktober 2019 auf der DHS-Fachkonferenz SUCHT unter dem Thema #Suchthilfe #Digital das Projekt und erste Ergebnisse aus dem Entwicklungsprozess praxisnah vor. In einer anschließenden Forumsdiskussion wurde kritisch mit den Teilnehmer*innen über Chancen einer digitalen Vernetzung in der Suchthilfe und die Chancen der Digitalisierung bei Hilfen für besondere Zielgruppen diskutiert. Eine weitere Vorstellung der „BePrepared“-App fand auf dem Fachtag „Digitalisierung“ der Landesstelle für Suchtfragen Schleswig-Holstein am 12. Februar 2020 in Kiel statt.

Die „BePrepared“-App wird im Rahmen der Forschungsstudie ab Mai 2020 im kostenlosen Download verfügbar sein.

Für weitere Informationen:

Prof. Dr. Michael Klein, mikle(at)katho-nrw.de
Laura Fischer, l.fischer(at)katho-nrw.de
Vera Kölligan, v.koelligan(at)katho-nrw.de

Origialmeldung:
https://www.katho-nrw.de/katho-nrw/hochschule/presse-oeffentlichkeitsarbeit/pressemitteilungen/artikel/article/3429/?tx_ttnews%5Byear%5D=2020&tx_ttnews%5Bmonth%5D=02&tx_ttnews%5Bday%5D=28&cHash=e4a7a52f9ccd7ea7d21bf1d54778210f

Ansprechpartner:
KatHO NRW
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Stephanie Gorgs
+49 (0)221 7757 508
presse@katho-nrw.de
2020-03-02T11:10:28+01:0002.03.2020|Kategorien: Gesellschaft|Tags: |
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