Suche
Social Media Links

Lernen von der Natur

FH Südwestfalen und Zweckverband Naturpark Diemelsee entwerfen Bionik-Lehrpfad.

Die FH Südwestfalen und der Naturpark Diemelsee entwerfen Ideenskizzen für die Stationen des Bionik-Pfades (Bild: FH Südwestfalen | Mertens).

© FH Südwestfalen | Mertens

Soest, 18. Dezember 2017. Mit „Wissenstransfer“ ist in der Regel die Kooperation zwischen Hochschule und Wirtschaftsunternehmen gemeint. Warum aber nicht das an der Hochschule vorhandene Fachwissen nutzen und ein lehrreiches Erlebnisangebot für Naturliebhaber schaffen, fragte sich der Zweckverband Naturpark Diemelsee vor gut einem Jahr. Gemeinsam mit Wissenschaftlern und Studierenden der Fachhochschule Südwestfalen in Soest entsteht ein öffentlicher Bionik-Lehrpfad in Marsberg-Giershagen.

Ideenpapier für Bionik-Lehrpfad überzeugt im Wettbewerb

„Grüne Tricks – Lernen von der Natur“, so formulierte Dieter Pollack als Geschäftsführer des Zweckverbands den Beitrag zum landesweiten Wettbewerb „Naturpark“ des Umweltministeriums NRW. Der Park ist 334 Quadratkilometer groß und liegt sowohl auf hessischem als auf nordrhein-westfälischem Landesgebiet. Als Beitrag für den landesweiten Wettbewerb „Schätze der Natur“ legte das Team ein Ideenpapier für einen Bionik-Lehrpfad vor und erhielt den Zuschlag. Das Projekt wird im Rahmen des Landeswettbewerbs durch das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen mit 70.000 Euro gefördert. Auf der Suche nach geeigneten Kooperationspartnern war Dieter Pollack auf die Fachhochschule Südwestfalen gestoßen. Dr. Ralf Biernatzki vom Institut für Green Technology & Ländliche Entwicklung (i.green) der Hochschule stellte den Kontakt zum Physiker Prof. Dr. Mark Schülke her.

Zusammenspiel von Technik und Natur

„Die Zusammenarbeit mit der Hochschule ist für uns deshalb so wichtig, weil der Naturpark den Studierenden gerne die Möglichkeit geben möchte, tolle Ideen zu kreieren und diese dann auch handwerklich an den zehn Stationen des Bionikpfades umzusetzen. Neben dem wissenschaftlichen Know-How finden wir dort viel Sachverstand für alle Disziplinen versammelt.“, so Pollack. Ziel des Pfades ist es, das Zusammenspiel von Technik und Natur anhand von Stationen auf 4,8 Kilometer Wegstrecke zum Anfassen und Ausprobieren zu veranschaulichen. Die Konzeptionierung und Realisierung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit dem Team des Labors für Technische Physik unter der Leitung von Prof. Schülke. Die Ideen für die einzelnen Stationen lieferte die Natur. So machen über Kurbeln drehbare Wasserräder mit Modellen von Entenfüßen Effekte aus der Hydrodynamik erfahrbar. Das Thema Leichtbau soll durch eine Brücke mit beweglichen Elementen veranschaulicht werden, die zur Hälfte in herkömmlicher Weise, zur anderen Hälfte in Wabenstruktur nach dem Vorbild von Bienenwaben konstruiert wurde. Zu beachten sind dabei, neben den konstruktiven Anforderungen, Aspekte der Barrierefreiheit sowie die Einhaltung vorgeschriebener TÜV-Richtlinien.

Spannende Möglichkeiten zur Mitarbeit von Studierenden

„Über die konstruktive Leistung hinaus sind noch weitere Themen aus der Lehre denkbar, die unsere Studierenden mit einer Projekt- oder Abschlussarbeit verknüpfen könnten.“, erklärt Prof. Schülke, der immer dankbar für praktische, anwendungsbezogene Projekte ist. So schwebt den Partnern beispielsweise eine didaktische Aufbereitung für verschiedene Altersgruppen vor, eine Dokumentation mit Hintergrundinformationen, Lehrmaterial und Anleitungen für weiteres Experimentieren, die digitale Bewerbung über eine Website und Social Media sowie die Umsetzung eines umfassenden Marketingkonzeptes. „Aufgrund der großen Themenvielfalt bietet der Bionik-Pfad Studierenden der Studiengänge Maschinenbau, Design- und Projektmanagement, Technische Redaktion und Medienmanagement sowie Frühpädagogik spannende Möglichkeiten zur Mitarbeit. Besonders motivierend dabei ist, dass die Studierenden den Erfolg ihrer Arbeit tatsächlich in Form von Pfad-Stationen, Website etc. vor Augen haben und somit eine direkte Umsetzung ihrer Denkleistung in die Praxis erleben können.“

Origialmeldung:
http://www4.fh-swf.de/de/home/ueber_uns/pressemitteilungen/aktuellepressemitteilungen/index.php?pressInfoId=3024

Ansprechpartnerin:
FH Südwestfalen
Leiterin Hochschulkommunikation
Birgit Geile-Hänßel
+49 (0)2371 566 100
haenssel.birgit@fh-swf.de
2017-12-19T10:38:10+01:0018.12.2017|Kategorien: Gesellschaft, Life Sciences|Tags: |