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FH Bielefeld startet Forschungsprojekt “ATTRACAP” zur Schädlingsbekämpfung.

Im Labor wird unter anderem der Sauerstoffgehalt der Kapseln gegen Drahtwurmbefall untersucht.

© FH Bielefeld

Bielefeld, 22. Dezember 2017. Die Arbeitsgruppe „Fermentation und Formulierung von Zellen und Wirkstoffen“ am Fachbereich Ingenieurwissenschaften und Mathematik der Fachhochschule (FH) Bielefeld baut mit dem neuen Forschungsprojekt „Optimierung einer Attract & Kill Strategie zur Drahtwurmbekämpfung im Kartoffelanbau als Beitrag für einen nachhaltigen Pflanzenschutz“, kurz ATTRACAP, auf bereits abgeschlossene Projekte auf. Das Projekt wird für drei Jahre vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) gefördert. In den vorherigen Projekten ATTRACT und INBIOSOL hat die Arbeitsgruppe bereits Grundlagen für eine innovative und effektive Schädlingsbekämpfung entwickelt.

Wirtschaftliche Verluste durch Drahtwürmer

Ausgangslage sind Drahtwurmschäden im konventionellen und biologischen Kartoffelanbau, die in den vergangenen Jahren existenzbedrohende Ausmaße angenommen haben. Drahtwürmer, die im Boden lebenden Larven des Schnellkäfers, gelten als weltweit bedeutender Schädling in verschiedenen Anbaukulturen. In Kartoffeln fressen sie Löcher und tiefe Bohrgänge in die Tochterknollen, wodurch Krankheitserreger eindringen können und die Qualität stark beeinträchtigt wird. Erhebliche wirtschaftliche Verluste sind die Folge.

In der Vergangenheit hat die Arbeitsgruppe in Zusammenarbeit mit der Georg-August-Universität Göttingen, der BIOCARE GmbH, der Öko-Beratungsgesellschaft mbH, dem Bioland Erzeugerring Bayern e.V. und dem Landwirtschaftlichen Technologiezentrum Bayern e.V. bereits das Produkt ATTRACAP® entwickelt. Dabei handelt es sich um Kapseln, die auf rein biologischer Basis in Kontakt mit der Bodenfeuchte CO2 produzieren durch welches die Drahtwürmer angelockt werden. Ein insektenpathogener Nutzpilz infiziert das Insekt, wächst hinein und tötet es so ab. Für diesen Erfolg wurden dem Team bereits drei Innovationspreise verliehen. Bislang eignet sich das Produkt aber nur bei geringem oder mittlerem Drahtwurmbefall.

Optimierung der Kapsel

Ziel des neuen Forschungsprojektes ATTRACAP ist es, das bisher entwickelte Produkt zu optimieren, um die Wirkungssicherheit der Kapseln zu gewährleisten und Produktionskosten zu senken. Dafür werden die Kapseln im Labor, im Gewächshaus sowie im Feld untersucht.

Das ATTRACAP-Team der FH Bielefeld besteht aus Prof. Dr. Anant Patel, Katharina Hermann und Pascal Humbert, allesamt Mitglieder der Arbeitsgruppe „Fermentation und Formulierung von Zellen und Wirkstoffen“. Sie kooperieren mit der Georg-August-Universität Göttingen, der BIOCARE GmbH, der Öko-Beratungsgesellschaft mbH, dem Bioland Erzeugerring Bayern e.V. und dem Landwirtschaftlichen Technologiezentrum Bayern e.V.

Origialmeldung:
https://www.fh-bielefeld.de/presse/pressemitteilungen/kapseln-gegen-drahtwurmbefall

Ansprechpartner:
FH Bielefeld
Leiter Hochschulkommunikation
Detlev Grewe-König
+49 (0)521 106 7754
detlev.grewe-koenig@fh-bielefeld.de

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2018-01-18T13:31:37+01:0022.12.2017|Kategorien: Wirtschaft & Unternehmen|Tags: |

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