Gesunde Ernährung in Kitas: Ein Team der FH Münster unterstütze den Kreis Herford bei einem Projekt zur Kitaverpflegung.

© FH Münster | Dzemila Muratovic
Münster, 17. März 2026. Es soll Kindern schmecken, sie gesund und fit halten und gleichzeitig das Klima und die Umwelt schützen. Das möchte der Kreis Herford, auf dessen Gebiet etwa 135 Kitas liegen, mit der Verpflegung in Kindertagesstätten erreichen. Aktuell arbeitet die Kreisverwaltung Herford an einer Ernährungsstrategie, ein Teilprojekt widmet sich dabei der Ernährung in Kitas. Sein Anliegen ist, Kitas dabei zu unterstützen, eigene Verpflegungskonzepte zu entwickeln und sich Ziele zu setzen, die an ihre aktuelle Situation anknüpfen. „Uns war wichtig, die Menschen zu beteiligen, die in der Kitaverpflegung verantwortlich sind“, sagt Lea Hachmeister von der Stabsstelle Kreisentwicklung und Klimaschutz. Mit ihrer Kollegin Carolin Neubauer leitet Hachmeister das Teilprojekt zur Kitaernährung.
Für die wissenschaftliche Begleitung zog der Kreis Herford das Institut für Nachhaltige Ernährung (iSuN) der FH Münster unter Leitung von Prof. Dr. Guido Ritter zurate. Das Institut bringt Expertise aus einigen Forschungsprojekten zur nachhaltigen Außer-Haus-Gastronomie mit, immer mit Fokus darauf, dass die Forschungsergebnisse in der Ernährungswirtschaft anwendbar sind. Zunächst übernahm das iSuN die Analyse des Status quo in der Kitalandschaft, wie etwa quantitative Erhebungen und die Auswertung der Stärken und Schwächen der Gesamtsituation. Mit Akteur*innen aus allen Bereichen der Kitalandschaft wurden Workshops durchgeführt. Sie dienten dazu, alle Beteiligten zu vernetzen und sich über gemeinsame Ziele zu verständigen. „Wir wollten vor allem erfahren, welche Hilfestellungen die Kitas benötigen, um die Ziele zu erreichen“, sagt Silke Friedrich vom iSuN. Ein wichtiger Baustein war auch die Ernährungsbildung. „Frühkindliche Erfahrungen und Bildung prägen den Menschen fürs spätere Leben“, sagt Friedrich. „Deshalb ist es entscheidend, schon in der Kita wirksame pädagogische Maßnahmen anzubieten. Dort können Essen und Ernährungsbildung gut zusammen umgesetzt werden.“
Studierende aus dem Master Nachhaltige Dienstleistungs- und Ernährungswirtschaft konzipierten die Workshops und führten sie teilweise selbst durch. „Mit ihrem frischen Blick haben die Studentinnen und Studenten vielfältige Perspektiven und neue Ideen eingebracht“, sagt Neubauer. „Aus den Rückmeldungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer wissen wir, dass die Workshops sehr gut angenommen wurden. Sie fühlten sich gehört und wertgeschätzt“, ergänzt Hachmeister.
Erste Maßnahmen aus dem Prozess, auf die sich die Beteiligten geeinigt haben, werden bereits umgesetzt. Im Praxisbaustein „Vom Acker auf den Teller“ begleiten Kinder über ein Kitajahr hinweg den Weg der Kartoffel. Ebenfalls wird bereits der Teamtag „Nachhaltige Ernährung“ angeboten. Ziel ist dort, ein gemeinsames Verständnis zu schaffen und das Verpflegungskonzept für die eigene Kita weiterzuentwickeln.
Der Abschlussbericht „Pilotprojekt – Ernährung in Kitas“ ist inzwischen unter online veröffentlicht. Wenn die Gesamtstrategie steht, wird sich entscheiden, wie die Ergebnisse aus dem Teilprojekt zur Kitaernährung zum Einsatz kommen.
Originalmeldung:
https://www.fh-muenster.de/de/ueber-uns/newsroom/news/oef/gesunde-ernaehrung-in-kitas
Ansprechpartnerin:
FH Münster
Pressesprecherin
Katharina Kipp M.A.
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