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Forschungsflug des UMT

HSD bei internationalem Tracer-Ausbreitungs-Experiment mit Forschungsflugzeug beteiligt.

Hochschule Düsseldorf ist bei einem großem internationalen Tracer-Ausbreitungs-Experiment mit Forschungsflug beteiligt (Bild: pexels).

© pexels

Düsseldorf, 28. September 2018. Das HSD-Labor für Umweltmesstechnik (UMT) hat unter Leitung von Prof. Dr. Konradin Weber im September 2018 an einem großen internationalen Tracer-Ausbreitungs-Experiment mit einer zweimotorigen DA42 als Forschungsflugzeug teilgenommen. Dieses Experiment gehörte zu den großen internationalen Experimenten in der Luftfahrtgeschichte.

Das durch die EU geförderte Experiment fand unter Koordination durch das DLR im Rahmen des europäischen EUNADICS-AV Projektes statt (European Natural Airborne Disaster Information and Coordination System for Aviation). In dem EUNADICS-AV Rahmen arbeiten Institutionen international an Projekten zusammen, die für den Fall von Naturkatastrophen oder nuklearen Unfällen die Sicherheit des Flugverkehrs über Europa verbessern sollen.

Prüfung von Schadstoff-Ausbreitungen

Bei diesem großen Luftfahrtexperiment Anfang September wurden Ausbreitungsmodelle für Luftverunreinigungen mit Flugzeugmessungen überprüft und untersucht. Mit solchen Modellen wird bei Naturkatastrophen (z.B. Vulkanausbrüchen oder Saharastaub-Events), Chemie-Unfällen oder nuklearen Unfällen die Ausbreitung der Schadstoffwolke simuliert. Diese mathematischen Ausbreitungsmodelle müssen jedoch hinsichtlich ihrer Aussagekraft getestet und validiert werden, um im Ernstfall belastbare Ergebnisse liefern zu können. Genau dazu diente dieses Experiment. Hierzu wurde eine geringe Menge eines ungefährlichen Tracer-Gases in Oberpfaffenhofen und in Langenlebarn (Österreich) freigesetzt. Die Ausbreitung dieses Tracer-Gases wurde dann wie in einer realen Katastrophen-Situation durch die Modelle berechnet. Gleichzeitig wurden durch drei Forschungsflugzeuge zahlreiche Luftproben in dem Gebiet der vorhergesagten Ausbreitungswolke genommen, um zu sehen, wie sich das Tracer-Gas in der Atmosphäre wirklich ausgebreitet hatte.

Partner und Beteiligte

Das UMT-Labor der HSD nahm an den Forschungsflügen mit der zweimotorigen Diamond DA42 teil, die von UMT auch schon bei anderen internationalen Messkampagnen eingesetzt wurde. Das DLR setzte zusammen mit der Firma Enviscope einen Learjet für dieses Luftfahrexperiment ein. Die österreichische Luftwaffe beteiligte sich an den Untersuchungen mit einer einmotorigen Pilatus P6.
Der Beteiligung des UMT-Labors an diesem Experiment ging zurück auf Beiträge von Prof. Weber bei der EUNADICS-AV Tagung in Rom (Juni 2018) und bei der Turiner NATO-Tagung über Flugsicherheit bei Vulkanausbrüchen (April 2018).
Die Teilnahme an diesem Tracer-Ausbreitungs-Experiment zeigt wieder das hohe internationale Niveau der Forschung des HSD-Labors für Umweltmesstechnik.

Origialmeldung:
https://mv.hs-duesseldorf.de/aktuelles/meldungen/20180928?showarrows=1&sid=dozkv4mjautanbx0ln0ymrkk

Ansprechpartnerin:
Hochschule Düsseldorf
Leitung Kommunikation
Simone Fischer
+49 (0)211 4351 8602
simone.fischer@hs-duesseldorf.de
2018-10-02T14:27:27+00:0028.09.2018|Kategorien: Energie & Ressourcen|Tags: |