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Startups aus NRW | veemotion

Startups aus NRW | veemotion2018-10-15T12:10:44+00:00

Interview mit veemotion-Mitgründer Kevin Mirocha

Videoproduktion für Social Media

© veemotion

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Die neuen Potenziale der Videoproduktion nutzen: Die Gründer von veemotion – Kevin Mirocha und Alexander Tschmel – nutzen moderne Medien wie Social Media und Websites für effizientes und zielgerichtetes Marketing.

Herr Mirocha, wie ist die Idee für Ihr Unternehmen entstanden?

Wie ist unsere Idee für veemotion entstanden? Das klingt nach einer einfachen Frage, die erst einmal garnicht so einfach zu beantworten ist. In der Theorie entsteht unsere Idee immer noch. Angefangen hat das Ganze im Studium an der Hochschule Hamm-Lippstadt. Hier haben wir Technisches Management und Marketing studiert. Wir hatten das Glück einen sehr engagierten Studiengangsleiter zu haben. Dadurch konnten wir schon sehr früh Berührungspunkte und erste Kontakte zur Realwirtschaft knüpfen. So haben wir in stark praxisorientierten Seminaren die Möglichkeit gehabt mit echten Unternehmen zusammenzuarbeiten. Darin bestand die Aufgabe Marketingkonzepte strategisch sowie praktisch umzusetzen.

Hierdurch ist uns früh aufgefallen, wie schwach die meisten deutschen Mittelständer im Bereich Marketing und ganz besonders im Onlinemarketing aufgestellt sind. Ich meine wir zählen uns noch zur Digital-Natives Generation. Für uns ist es ganz normal nicht mehr TV zu gucken sondern zu streamen, sich die News Online zu ziehen, oder die Produkte im Onlineshop zu bestellen. Fragen wie: „Was ist Facebook eigentlich?“ haben uns total geschockt. Anfangs dachten wir erst, dass es ein Ausnahmefall war, aber diese Fragen haben sich gehäuft und wir sind der Frage dann auf den Grund gegangen. Es ist ja so: Die Unternehmen diskutieren, ob und wie sie auf Facebook vertreten sein sollen. Währenddessen erklären die Millenials Facebook bereits für tot und sind längst auf Instagram unterwegs. Genau hier sahen wir ein starkes Potenzial.

Vielleicht sieht man auf den ersten Blick nicht den Zusammenhang zwischen Video und Social-Media. Aber wenn man sich mal die Entwicklung und die Zahlen der letzten Jahre anguckt, dann erkennt man den Trend, es geht um Bewegtbilder. Dazu kommt noch die Effizienz. Ein TV Spott können sich in der Regel nur die Big Player leisten, aber mit Social-Media sieht das ganze anders aus, hier braucht man kein Mega-Budget, um seine Zielgruppe zu erreichen. So kann man mit geringem Kapital ein zielgerichtetes und effizientes Marketing betreiben. Mit dem richtigen Know-How kann das ganze besser ausgewertet und Fehlinvestitionen vermieden werden. Mittelständlern fehlt es oft an Kreativität in diesem Bereich. Denn beim Social Media sollte man nicht einfach nur an klassische Produktwerbung, sondern auch an Nachwuchs und Auszubildende für das eigene Unternehmen sowie auch an Informationen mit Mehrwert für den Kunden denken.

Ein weiteres gutes Beispiel wären hier z.B auch Events. Wie bewerte ich die Qualität eines Events? Hält es das, was es verspricht? Als Interessent für ein Event suche ich in erster Linie nach Videos dazu. Was für Menschen waren dort? Welche Speaker gab es? Welche Highlights? Das ganze kann perfekt in einem Aftermovie verpackt werden. Und genau da haben wir unser Potenzial gesehen. Wir versuchen unserem Kunden ständig die Potenziale von Videoproduktionen zu zeigen. Diese gehen weit über klassische Imagefilme oder Produktfilme hinaus. Zum Teil genügt es sogar, wenn man ein vorhandenes Plakat animiert, das steigert direkt die Aufmerksamkeit und sorgt so für eine bessere Engagement-Rate. Deshalb haben wir uns entschlossen eine Agentur mit der Spezialisierung auf Videoproduktion für Websites & Social Media zu gründen.

Würden Sie rückblickend etwas anders machen?

Oft wird diese Frage mit: „Nein, sonst würden wir nicht da stehen wo wir gerade stehen” beantwortet. In unserem Fall können wir definitiv „Ja“ sagen.
Unsere Gründing war alles andere als Lehrbuchtauglich, obwohl wir es in der Theorie anders gelernt hatten. Wir waren noch Studenten als wir gegründet haben und zu diesem Zeitpunkt ging es uns in erster Linie darum sofort zu starten – wir waren jung, wild und hungrig. Wir wollten starten und das sofort. Deshalb war für uns der Businessplan im ersten Schritt ein Hindernis. Fehler! Dazu sind wir bei unserem Start als Generalisten aufgetreten, um eine möglichst breite Kundengruppe anzusprechen. Fehler Nummer zwei. Das haben wir jedoch frühzeitig erkannt und haben uns rechtzeitig auf eine ganzheitliche Spezialisierung fokussiert. Durch diese Spezialisierung können wir unsere Ressourcen auf das wesentliche bündeln. Dadurch kann man sich von der Konkurrenz abheben und herausragende Arbeiten abliefern was bei einer Diversifikation nicht in dem Umfang möglich wäre.
Zusammengefasst würde ich sagen: Businessplan, Spezialisierung sowie das Netzwerken würden wir besonders beim Starten nicht mehr vernachlässigen!

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Wie haben Sie es geschafft, sich bekannt zu machen und zu positionieren?

Anfangs haben wir uns damit etwas schwer getan und haben tatsächlich verschiedene Wege versucht. Von der klassischen Kaltakquise – durch die wir unglaublich gute Learnings hatten- bis hin zu Messebesuchen war alles dabei. Mittlerweile wissen wir es besser. Besonders im Dienstleistungsbereich geht nichts über ein starkes Netzwerk. Deshalb haben wir uns sehr stark auf Netzwerkveranstaltungen konzentriert.

Da wir uns durch unsere Projekte ein Riesen Know-How im Bereich Onlinemarketing geschaffen haben nutzen wir dieses mittlerweile sehr stark. Um es besser zu erklären, haben wir uns die Frage gestellt wie sinnvoll es ist beispielsweise über Facebook oder Instagram unsere Dienstleistung zu bewerben. Des Weiteren haben wir uns gefragt, wie der typische Prozess in einem Unternehmen aussieht, das gerade eine Videoproduktion plant. Meistens wird sowas im Marketing in einem Kreativmeeting besprochen. Dadurch konnten wir uns die Frage sehr gut beantworten. Denn am Ende des Tages sitzen keine Maschinen in diesen
Meetings, sondern Menschen. Und diese nutzen tagtäglich Social Media. So kann beispielsweise jemand unser Video gesehen haben und im richtigen Moment sein Beitrag zu dem Meeting leisten, indem er sagt: „Ich hatte da was auf Facebook gesehen – das Video sah ganz gut aus. Vielleicht können wir die ja mal für eine kostenlose Beratung ansprechen”.

Aktuell ist für uns das Thema Content-Marketing sehr interessant geworden. So wollen wir ein Unternehmensblog aufbauen und alle relevanten Fragen rund um Videoproduktion klären sowie nützlichen Content zur freien Verfügung stellen. Um unerfahrenen Teams Hilfestellung bei der Planung sowie Realisierung einzelner Videoprojekte zu bieten.

Was ist langfristig betrachtet Ihr Ziel? 

Langfristig betrachtet ist unser Ziel Unternehmen den Weg ins Digitale-Marketing in Form von Videos zu erleichtern. Wir wollen es schaffen, dass besonders deutsche Unternehmen das Thema Video nicht verschlafen und das in jeglicher Hinsicht. Besonders wichtig ist für uns die Kommunikation, dass das Thema Videoproduktionen auch ein Thema für die Führungskräfte ist. Oft wird der Marketingabteilung nur ein geringes Budget zur Verfügung gestellt und alt bewährte Methoden bevorzugt. Wir kriegen es oft mit, dass viele Unternehmer ein teilweise gewaltiges Budget in Printprodukte stecken und das Thema Video stiefmütterlich behandelt wird. Dabei wollen wir nicht sagen, dass Print tot ist, jedoch sollte die Gewichtung eine andere sein. Das Konsumverhalten ändert sich und besonders die jüngeren Generationen sind es gewohnt Informationen in kurzen und verdaubaren Häppchen serviert zu bekommen und das am liebsten so einfach und kurz wie möglich. Und genau hierfür ist das Medium Video perfekt. Wenn ich beispielsweise einem zukünftigem Azubi erklären möchte wieso er sich gerade bei mir bewerben sollte, kann ich ihn natürlich 2-3 Seiten Text lesen lassen. Ich könnte ihm aber auch innerhalb von ein bis 2 Minuten unseren Recruitingfilm zeigen in dem er zeitgleich seinen zukünftigen Arbeitsplatz sowie zukünftigen Mitarbeiter sehen kann. Man sagt ja 1 Bild sagt mehr als 1000 Worte und ein Video hat pro Sekunde mindestens 24 Bilder…

Wir bedanken uns für das Gespräch und wünschen dem veemotion-Team weiterhin alles Gute!

  • Weitere Infos zu veemotion finden Sie hier: www.veemotion.de
  • Weitere Infos zur Hochschule Hamm-Lippstadt finden Sie hier: www.hshl.de