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Startups aus NRW | PhoenAIX2020-06-28T19:49:34+02:00

Kurzinterview mit PheonAIX-Gründern Felix Finger und Falk Götten

Die Drohne der Zukunft

PheonAIX-Gründer Felix Finger und Falk Götten (Bild: PhoenAIX | FH Aachen).

© PhoenAIX | FH Aachen

Unbemannte Drohnen aus Multicopter und Flächenflugzeug gepaart mit dem Know How für logistische Herausforderungen – das zeichnet PhoenAIX aus. PhoenAIX-Gründer Felix Finger und Falk Götten gewähren einen Einblick in ihr Unternehmen.

Herr Finger und Herr Götten, welche Idee haben Sie für Ihr (zukünftiges) Unternehmen?

Wir möchten ein Unternehmen schaffen, welches das gesamte Spektrum an Leistungen der unbemannten Luftfahrt anbietet. Wir sind zwei – mit Preisen ausgezeichnete – Ingenieure der Luft- und Raumfahrt, die seit Jahren erfolgreich im Bereich der Entwicklung unbemannter Flugsysteme zusammenarbeiten. Ob es um die Beratung, Entwicklung, den Verkauf, die Wartung, oder den Betrieb geht, wir stehen unseren Kunden als kompetenter Ansprechpartner zur Verfügung. Dabei verstehen wir uns sowohl als Hersteller von unbemannten Fluggeräten, als auch als Anbieter kundenspezifischer Dienstleistungen. Neben dem Verkauf unserer eigenen Drohne „PhoenAIX“ werden wir Auftragsflüge, sowie individuelle Produktentwicklung entsprechend der Vorstellung des jeweiligen Kunden anbieten. Eine solch breite Aufstellung ermöglicht uns eine großflächige Positionierung am Markt und hat für unsere Kunden den entscheidenden Vorteil, dass wir als alleiniger Ansprechpartner für den ganzheitlichen Einsatz von unbemannten Fluggeräten zur Verfügung stehen.


Was sind die Besonderheiten Ihrer Idee?

Wir werden die Ersten sein, die für den Logistikmarkt ein optimiertes Flugsystem anbieten und die aktuellen Herausforderungen durch eine innovative Kombination aus Multicopter und Flächenflugzeug lösen. Unser vollelektrisches Flugzeug „PhoenAIX“ ist 25 kg schwer und hat eine Spannweite von 4,20 m. PhoenAIX kann auf Wunsch senkrecht starten und landen und transportiert – je nach Konfiguration – Nutzlasten zwischen 3 und 6 kg, bzw. ein Volumen von 31,5 Litern (das entspricht der Größe einer Weinkiste) über eine Strecke von mehr als 125 km. Dabei ist das System vollends auf einfache Handhabung und hohe Robustheit im Alltagsbetrieb ausgelegt. Man muss kein Experte sein um unsere Drohne zu bedienen. Hinzu kommt der voll modulare Aufbau: Der Kunde hat die Wahl unter mehreren Antriebssystemen und vor jedem Flug kann individuell entschieden werden, ob ein senkrechter Start nötig ist oder nicht. Ganz einfach per Plug & Play. Dabei übertrifft unser System die Flugleistungen aller am Markt vergleichbaren Produkte und bietet eine bisher unerreichte Flexibilität für jeden Kunden. Ein System mit Fokus auf optimale Anpassung an Kundenwünsche mit einem modularen Gesamtkonzept wurde von der Branche bis jetzt nicht umgesetzt.

Wie sind Ihre Visionen bezüglich der Flugdrohnen, die Sie für Ihre Unternehmensidee realisieren möchten?

Wir möchten mit unseren Produkten einen Beitrag zur Neuausrichtung des Logistikmarktes erreichen. Dabei zielen wir auf einen Markt ab, der aktuell noch in den Kinderschuhen steckt. Führende Analysten prognostizieren in den nächsten 15 Jahren allein in den USA bis zu einer Millionen Transportdrohnenflüge – am Tag! Analysten rechnen mit einem jährlichen Wachstum der Paketbranche zwischen 17 und 28% bis 2021!

Hier kommen wir ins Spiel: Ihr Kunde im ländlichen Raum verlangt eine Expresslieferung seiner Waren mit kürzesten Reaktionszeiten? –  Kein Problem! Unsere Drohne nimmt die Waren auf und fliegt sie zum Ziel. Dafür bedarf es keinerlei Infrastruktur, eine minimale Freifläche genügt. Klingt das jetzt etwas futuristisch? – Keinesfalls! Durch unsere Förderung im Rahmen des Wettbewerbs „STARTUP-Hochschul-Ausgründungen“ konnten wir einen Technologiedemonstrator konstruieren und die Funktionalität unseres Systems unter Beweis stellen.

Wie finanzieren Sie sich und Ihr Vorhaben?

Wir werden für einen Zeitraum von 1,5 Jahren durch die vom Land NRW und der EU vergebene Förderung „START-UP-Hochschulausgründungen NRW“ finanziert. In diesem Zeitraum wird unser Produkt „PhoenAIX“ vom Konzept zum Prototypen entwickelt. So können wir die neudeutsch als „Valley of Death“ Phase zwischen Idee und Produkt erfolgreich überwinden. Momentan sind wir auf der Suche nach Investoren, die uns bei der Umsetzung unserer Idee unterstützen möchten.

Wo sehen Sie sich in 5 Jahren?

Befragen Sie in 5 Jahren unseren Launch-Customer zu unserem Produkt. Wenn er dann so begeistert davon ist, wie wir es heute sind, haben wir unser Ziel erreicht.

Wir bedanken uns für das Gespräch und wünschen dem PhoenAIX-Team weiterhin alles Gute!

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