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Startups aus NRW | KELO Robotics2021-10-26T13:38:13+02:00

Kurzinterview mit KELO Robotics Gründer Prof. Dr. Erwin Prassler

KI für Krankenhäuser

Roboter

© KELO Robotics

Das Startup KELO Robotics entstand aus dem von der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg koordinierten Projekt ROPOD heraus und arbeitet an der Automatisierung von logistischen Abläufen in Krankenhäusern.

Das noch junge Unternehmen verzeichnet bereits zahlreiche Auszeichnungen, wie der Sieg beim Entrepreneur World Cup 2021: Was waren weitere Meilensteine in der Geschichte von KELO Robotics?

Die KELO ist noch sehr jung. Daher sind es noch nicht so viele Meilenstein. Aus über 10.000 Bewerbungen weltweit unter die letzten 100 zu kommen, ist schon nicht schlecht. Wir waren davor auch schon im Finale mehrerer kleineren Wettbewerbe. Einer davon hat uns mit zwei deutschen Automobilzulieferern zusammengebracht, mit deren Unterstützung wie den Einsatz unserer Logistikroboter in der Fertigungsindustrie gezeigt haben. Im Moment arbeiten wir an einem Pilotprojekt, in dem wir den automatischen Transport von DHL Paketrollbehälter demonstrieren. Das wollen wir demnächst einem DHL Vorstand präsentieren.

Gab es (finanzielle) Schwierigkeiten bei der Ausgründung, und wenn ja, welche?

Startups, die keine finanziellen Schwierigkeiten haben, dürften sehr selten sein. Unserer größte Herausforderung ist tatsächlich die Investorensuche. Nicht jeder Investor, die sich für uns interessiert (hat), ist auch wirklich bereit JETZT zu investieren. Für die einen sind wir noch nicht weit genug, für die anderen schon zu weit. Der Hightech Gründerfonds hat sich für uns interessiert, darf aber nicht in uns investieren, weil es die Statuten verbieten in ein Startup zu investieren, das von einem Professor geleitet wird.

In welchen Branchen sehen Sie außerhalb des Logistiksektors einen Bedarf an Robotern?

Die Branchen werden jeden Tag mehr. Bedarf an Robotern besteht immer dann, wenn Arbeiten für einen Menschen zu schmutzig, zu geistlos, oder zu gefährlich sind oder wenn es gar nicht mehr genügend menschlichen Arbeitskräfte (insbesondere Fachkräfte) gibt, die eine Arbeit erledigen wollen: Im Großen: Rückbau von Kernkraftwerken, Rückgewinnung vor Rohstoffen (Recycling), Kanalsanierung, Minenräumen, extraterrestrische Rohstoffgewinnung. Im Kleinen: Unterstützung in der Pflege oder Medizin, als intelligentes Trainingsgerät im Sport oder in der Reha, intelligente Einkaufs- und Tragehilfen, Telepräsenzroboter.

Welche drei Tipps geben Sie zukünftigen Gründer*innen?

  1. Unterschlupf in einen Incubator oder Accelerator suchen und Netzwerke aufbauen
  2. Frühzeitig den Kontakt zu Kunden suchen und deren Feedback einholen
  3. Frühzeitig den Kontakt zu Kleininvestoren (Business Angel) suchen. Die haben oft
    mehr als nur Geld zu bieten.

Wir bedanken uns für das Gespräch und wünschen dem KELO Robotics-Team weiterhin Alles Gute!

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