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Startups aus NRW | innoVitro GmbH2020-09-15T09:36:59+02:00

Kurzinterview mit dem Team von innoVitro

Zukunftsweisende Veränderungen in der Sicherheitspharmakologie

Der CEO, Matthias Goßmann, und CTO, Peter Linder, der innoVitro GmbH. (Bild: innoVitro GmbH).

© innoVitro GmbH

Logo der innoVitro GmbH. (Bild: innoVitro GmbH).

© innoVitro GmbH

Mittels der FLEXcyte Technologie hat das Team von innoVitro GmbH ein flexibles Substrat für Zellen in Kultur erschaffen, das die Bedingungen im menschlichen Körper bestmöglich imitiert – tierversuchsfrei und innovativ.

Herr Goßmann und Herr Linder, beschreiben Sie unseren Leser*innen, welche Idee hinter Ihrer Ausgründung, Ihres Unternehmens ‘innoVitro’ steckt?

Die innoVitro GmbH ist ein Biotech-Unternehmen, dass mit der FLEXcyte Technologie ein flexibles Substrat für Zellen in Kultur erschaffen hat, um die Bedingungen im menschlichen Körper bestmöglich zu imitieren! Als Substrat dient eine hyperelastische Silikonschicht als Basis für kontrahierende Zellen, die auf diese Weise nicht mehr durch einen steifen Untergrund in ihrem Kontraktionszyklus gehindert werden. Die Technologie ist label-free und wird mit menschlichen Herzzellen ethisch unbedenklichen Ursprungs durchgeführt (human abgeleitete iPS Zellen), um so Tierversuche zu vermeiden. Um die Technologie für die Industrie als Hochdurchsatzverfahren anbieten zu können, wurde in Partnerschaft mit der Nanion Technologies GmbH das FLEXcyte 96 Gerät entwickelt, das die Zellen in 96 Wells pro Mikrotiterplatte auf verschiedenste Parameter gleichzeitig untersuchen kann. So gehört vor allem die präklinische Pharmaindustrie zum Kundenstamm für den von innoVitro angebotenen FLEXcyte Service, da auf diese Weise potenzielle Nebenwirkungen von neuen Medikamenten auf das Kontraktionsverhalten humaner Herzzellen im Hochdurchsatzverfahren getestet werden können.

Welches Ziel verfolgen Sie mit ‘innoVitro’?

Wir möchten mit unserer FLEXcyte Technologie die Sicherheitspharmakologie im prä-klinischen Stadium der Medikamentenentwicklung revolutionieren und Tierversuche reduzieren! Darüber hinaus ist es unser Ziel, ein zukunftsgerichtetes Unternehmen zu etablieren, das eine starke F&E-Fokussierung mit einer ausgeprägten Work-Life-Balance verbindet.

Wie viel Arbeit steckte in Ihrem Prozess – was war der durchschnittliche Aufwand (pro Tag)?

Von dem Vorgänger der Technologie (entwickelt an der Fachhochschule Aachen) bis zum marktreifen FLEXcyte 96 Gerät inklusive FLEXcyte 96 Platte (entwickelt mit unserem Partner Nanion Technologies) dauerte es ca. 2 ½ Jahre.

Die Firmengründung kam zeitgleich mit der Entwicklung der marktreifen FLEXcyte 96 Technologie und bedeutete einen Arbeitsaufwand von mind. 9h / Tag. Eine zeitliche Investition, die sich schnell ausgezahlt hat, da wir schon kurz nach Firmengründung erste Großkunden aus der Pharmabranche erfolgreich für den FLEXcyte 96 Service begeistern konnten.

Welche sind die drei wichtigsten Dinge, die Sie Gründer*innen auf den Weg geben möchten?

    1. Den Glauben an sein Produkt/seine Idee niemals verlieren! Rückschläge werden kommen, aber mit Biss und Durchhaltevermögen schafft man diese Hürden!
    2. Connections – verbinde dich und lerne, dass auch die größeren Fische nur mit Wasser kochen!
    3. Such dir einen geeigneten Partner, dessen Stärken deine perfekt komplementieren!

Sie treffen den NRW-Wirtschaftsminister, was würden Sie sich für das Gründungsland NRW wünschen?

NRW hat einen guten Ruf im Bereich der Biotechnologie und Chemie. Allein die Rheinschiene ist bekannt für die vielen Pharma- und Biotech-Unternehmen. Wir wünschen uns für die nächsten Jahre Erhalt, Stabilität und Ausbau in diesem Bereich, vor dem aktuellen Hintergrund der Corona Krise, die in jedem Unternehmen, ob klein oder groß, spürbar ist.

Wir danken dem Team von innoVitro für das Gespräch und wünschen eine erfolgreiche Zukunft!

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