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Startups aus NRW | SomaView

Startups aus NRW | SomaView 2018-04-16T14:32:37+00:00

Kurzinterview mit SomaView-Mitgründer Stefan Maas

Der Superhelden-Röntgenblick

SomaView-Gründer Christian Sabotta (links) und Stefan Maas (Bild: Grubenglück GmbH).

© Grubenglück GmbH

Die BabyAR des Start-Ups SomaView im Einsatz (Bild: WAZ).

© WAZ

Klassische Ultraschalldiagnostik mit modernster Augmented Reality kombinieren: Das ermöglichen SomaView-Gründer Stefan Maas und Christian Sobotta. Mit BabyAR und AuRIS ermöglichen sie Medizinern den direkten Blick in den menschlichen Körper.

Herr Maas, beschreiben Sie doch bitte einmal kurz was Sie machen.

Die Produkte der SomaView kombinieren die klassische Ultraschalldiagnostik mit moderner Augmented Reality. Während Ärzte und Patienten bisher mit Hilfe des Ultraschalls nur indirekt in den menschlichen Körper sehen konnten, ermöglichen BabyAR und AuRIS nun einen direkten Blick.Oder wie wir es gerne formulieren: Wir realisieren den Superhelden-Röntgenblick – aber ohne gefährliche Röntgenstrahlung.

Wie kam es zur Ausgründung?

Nach vielen Jahren in der Hochschul-Forschung, bei denen die Ergebnisse hauptsächlich von unseren Industriepartnern verwertet wurden, wollten wir endlich selbst etwas auf den Markt bringen. Wie gerufen kam dann die erste Ausschreibung zum Förderprogramm „START-UP-Hochschul-Ausgründungen NRW“. Nach dem Gewinn der Förderrunde und dem zweiten Preis beim Businessplanwettbewerb Senkrechtstarter hatten wir genug „Rückenwind“, um die Ausgründung auch tatsächlich durchzuführen.

Sie treffen den NRW-Wirtschaftsminister, was würden Sie sich für das Gründungsland NRW wünschen?

Wir hatten tatsächlich bereits auf der Medica 2017 die Gelegenheit, mit dem NRW-Wirtschaftsminister zu sprechen. Dabei ging es aber hauptsächlich um die Produkte der SomaView.
Grundsätzlich geht im Moment vieles im Gründungsland NRW in die richtige Richtung – nur die Geschwindigkeit könnte erhöht werden. Und es gibt nach wie vor, speziell im Ruhrgebiet, viel zu viel „Kirchturmdenken“. Man betrachtet sich allzu häufig als Konkurrenz, anstatt gemeinsam den Rückstand auf Gründerstandorte wie Berlin (weiter) aufzuholen.

Was sind die drei wichtigsten Dinge, die Sie Gründern auf den Weg geben würden?

  1. Fokus: Verliert nicht den Blick für das Wesentliche! Gerade Gründer aus Hochschulen neigen dazu, sich zu vielen „interessanten und spannenden“ Themen zuzuwenden. Man darf zwar den Blick über den Tellerrand nicht verlieren, aber gerade zu Beginn sollte der Schwerpunkt der Tätigkeiten auf dem ersten Produkt liegen.
  2. Team: Gefühlte 99 von 100 Investoren sagen „das Team ist wichtiger als das Produkt“. Natürlich muss das Produkt einige Mindestanforderungen erfüllen und eine Chance auf dem Markt haben, aber ein Top-Team bringt auch ein mittelmäßiges Produkt zum Fliegen.
  3. Kritiker: Es ist ein tolles Gefühl, wenn dir jemand sagt, wie faszinierend dein Produkt ist. Aber sucht euch lieber die Leute, die euch sagen, was an eurem Produkt nicht so gut ist. Diese Kritiker sind es, die euch helfen, euer Produkt noch besser zu machen.

Wir bedanken uns für das Gespräch und wünschen dem SomaView-Team weiterhin alles Gute!