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Bewerberansprache über YouTube

Am Institut für Personal und Management der HSPV NRW wurde von Prof. Dr. Barbara Neubach einForschungsprojekt zum Thema „Recruiting-Kampagnen in der öffentlichen Verwaltung“ durchgeführt.

(Bild: pixabay).

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Gelsenkirchen, 27. März 2020. Dabei wurde insbesondere untersucht, ob sich für kleinere und mittlere Behörden eine Erweiterung der Recruiting-Strategie um eine Bewerberansprache über YouTube lohnt. Ausgangspunkt der Arbeit war die Beobachtung, dass der demografische Wandel und generationsspezifische Veränderungen eine Modernisierung der Bewerberansprache von Auszubildenden erforderlich machen. Zum einen verschärfen sinkende Schülerzahlen den Wettbewerb unter den Arbeitgebern, sodass Recruiting-Strategien noch besser auf die Zielgruppe ausgerichtet werden müssen. Zum anderen erfordert das veränderte Informationsverhalten jüngerer Menschen neue Kommunikationswege, um potenzielle Bewerberinnen und Bewerber zu erreichen.

Für Jugendliche, die jetzt vor der Berufswahlentscheidung stehen, gehört die Nutzung von Social Media zum Alltag. Besonders das Videoportal YouTube wird von ihnen intensiv genutzt, wie eine Reihe von Studien zeigen. Dabei wird YouTube oft zur Recherche von Informationen verwendet: Nach Google ist die Videoplattform mittlerweile die zweithäufigste genutzte Suchmaschine.

Probleme und Potenziale

Für Arbeitgeber bedeutet dies, dass sie YouTube in ihre Recruiting-Strategien einbinden sollten, um für junge Leute „sichtbar“ zu bleiben. Das ist auch ohne großen technischen Aufwand möglich – dennoch scheuen viele Arbeitgeber die Nutzung des Videoportals. Dies liegt möglicherweise an einer Unsicherheit oder Ungeübtheit im Umgang mit dem Medium Video. Dabei geben Studienergebnisse eine gute Richtschnur, welche konkreten Inhalte Jugendlichen wichtig sind (zum Beispiel Informationen zu Karrieremöglichkeiten, zu Arbeitsaufgaben oder zum Arbeitsklima). Gut untersucht ist ebenfalls, welche Art der Darstellung glaubwürdig ist und positiv bewertet wird (zum Beispiel Aussagen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern oder Auszubildenden).

Kriterien zum Aufbau eines Recruiting-Videos liefern Statistiken bezüglich der Sehgewohnheiten (beispielswei-se ansprechendes Vorschaubild, interessante Einstiegsszenen oder Mobil-Optimierung). Darüber hinaus sind einige technische Aspekte, wie etwa eine Verschlagwortung zur guten Auffindbarkeit des Videos oder eine Verlinkung mit der Homepage, relevant. Derartige Videos könnten bewährte Maßnahmen zur Bewerberansprache ergänzen und bestehende Strategien modernisieren.

Die ausführlichen Ergebnisse und Empfehlungen werden momentan zur Veröffentlichung vorbereitet.

Origialmeldung:
https://www.hspv.nrw.de/fileadmin/Newsletter/2020_03_Maerz/HSPVAktuell_Maerz2020.pdf

Ansprechpartnerin:
HSPV NRW
Leiterin Zentrale Angelegenheiten 1
Andrea Niedzwetzki
+49 (0)209 1659-2111
andrea.niedzwetzki@hspv.nrw.de
2020-05-11T10:05:38+02:0027.03.2020|Kategorien: Wirtschaft & Unternehmen|Tags: |
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