Wissenschaftliche Impulse zur Stärkung von Sicherheit und Demokratie
Am 26. November 2025 fand das Parlamentarische Frühstück des Hochschulnetzwerks NRW (HN NRW) im Landtag Nordrhein-Westfalen statt. Das Format, das bereits 2022 und 2023 erfolgreich durchgeführt wurde, bringt Politiker*innen und Wissenschaftler*innen der Hochschulen für Angewandte Wissenschaften zusammen. Ziel ist der direkte Austausch zu aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen – ein Anliegen, das angesichts zunehmender Polarisierung und digitaler Bedrohungslagen mehr Bedeutung denn je gewinnt.
Landtagsabgeordnete Dr. Patricia Peill begrüßte die Teilnehmenden in Vertretung von Landtagspräsident André Kuper. Im Anschluss betonte Prof. Dr. Mi-Yong Becker (Beiratssprecherin HN NRW) die Rolle wissenschaftlicher Expertise für die Stärkung demokratischer Strukturen und den besonderen Wert des Parlamentarischen Frühstücks als Arbeitsgespräch zwischen Politik und Wissenschaft.
Unter dem Titel „Sicherheit und Demokratie stärken – wissenschaftliche Perspektiven aus NRW“ präsentierten Forschende vier Projekte in kurzen Pitch-Vorträgen:
1. Projekt A-DRZ – Rettungsrobotik für mehr zivile Sicherheit
Prof. Dr. Christof Röhrig und Prof. Dr. Thomas Straßmann, FH Dortmund
Das Projekt treibt die Entwicklung robotischer Systeme für die zivile Gefahrenabwehr in menschenfeindlichen Umgebungen voran. Im Fokus steht die Neuentwicklung mobiler Bodenroboter, die Brände detektieren und autonom löschen können.
2. Ein Modellprojekt zu Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus als Thema der Sozialen Arbeit
Prof. Dr. Fabian Virchow, Hochschule Düsseldorf
Ziel des Projekts ist die curriculare Entwicklung und Implementierung einer Qualifizierung für Fachkräfte der Sozialen Arbeit in den Themenfeldern Rassismuskritik, Antisemitismuskritik und Rechtsextremismusprävention – basierend auf einem bereits erprobten Lehrkonzept.
3. Ethische Triggerpunkte? – Kompetenzen für den Umgang mit moralischer Komplexität vor dem Hintergrund aufgeheizter Debatten
Prof. Dr. Sebastian Laukötter, Katholische Hochschule NRW
Das Projekt untersucht aus ethischer Perspektive, warum gesellschaftliche Debatten durch Moralisierung eskalieren. Ziel ist die Erprobung von Formaten, die Fachkräften und Öffentlichkeit beim Umgang mit ethisch komplexen Themen unterstützen – sowohl an öffentlichen Diskursorten als auch in der Praxis Sozialer Berufe.
4. TUNUKI – KI-basierte Sensorik zur Tunneleingangsüberwachung
Prof. Dr. Regina Pohle-Fröhlich, Hochschule Niederrhein (präsentiert durch Colin Gebler)
Das Projekt erforscht KI-gestützte Sensorik zur zuverlässigen Detektion unbefugten Betretens von Bahntunneln, um sicherheitsrelevante Ereignisse präziser zu identifizieren und Fehlalarme deutlich zu reduzieren.
Im Anschluss an die Pitches nutzten die Teilnehmenden die Gelegenheit zum vertieften Austausch mit den Wissenschaftler*innen, den Mitgliedern des Beirats des Hochschulnetzwerks NRW sowie den anwesenden Politiker*innen.

















