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Künstliche Intelligenz als Zukunft des Einzelhandels

Forschungsprojekt der Hochschule Niederrhein setzt auf künstliche Intelligenz für die Zukunft des Einzelhandels.

Forschungsprojekt setzt auf künstliche Intelligenz für die Zukunft des Einzelhandels

© pexels

Mönchengladbach, 22. März. Die Zukunft des Einzelhandels sichern – darin geht es in einem Forschungsprojekt, an dem die Hochschule Niederrhein beteiligt ist. Das auf drei Jahre angelegte Vorhaben widmet sich dem Machine-Learning im stationären Einzelhandel mit einer intelligenten Verschmelzung von Online- und Offline-Shopping. Ziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit des lokalen Einzelhandels in Nordrhein-Westfalen zu stärken. Projektverantwortlicher an der Hochschule Niederrhein ist Prof. Dr. Gerrit Heinemann vom eWeb Research Center. Er ist für die Handelsexpertise zuständig.

Im Mittelpunkt des im Januar 2019 gestarteten Projekts ON4OFF stehen Konzepte und Anwendungen der Künstlichen Intelligenz und des Maschinellen Lernens, um den Dialog mit Kunden zu verbessern, die bevorzugt Läden in ihrer Region zum Einkaufen nutzen. Aktuelle Zahlen zeigen, dass gerade kleine und mittelständische Einzelhandelsgeschäfte in Zeiten des boomenden Online-Einkaufs mit rückläufigen Kundenzahlen und stagnierenden Umsätzen zu kämpfen haben. Während im Jahr 2018 der Online-Handel um mehr als 10 Prozent zulegen konnte, stagnierte der stationäre Einzelhandel und ging sogar im Non-Food-Bereich zurück.

Den Einzelhandel stärken

Diese Entwicklung ist nicht nur für die traditionellen Einzelhandelsunternehmen bedrohlich, sie hat auch unmittelbar Auswirkungen auf die Lebensqualität in unseren Städten. Um diese Situation zu ändern, den Einzelhandel im Wettbewerb mit Amazon und Co. zu stärken und die Attraktivität und Vielfalt der Innenstädte zu erhalten, fördern das NRW-Wirtschaftsministerium und der Europäische Fonds für regionale Entwicklung der EU (EFRE) das Verbundprojekt ON4OFF mit rund 2,1 Millionen Euro. Weitere 1,2 Mio. Euro werden als Eigenmittel von den beteiligten Projektpartnern aufgebracht.

Das dem Projekt zugrunde liegende Konzept setzt auf die intelligente Verzahnung von stationärem und Online-Handel durch den gezielten Einsatz von KI-Methoden und -Anwendungen. Damit soll der Einzelhandel vor Ort wieder gestärkt und die Idee moderner „Smart Cities“ in Nordrhein-Westfalen exemplarisch umgesetzt werden. Neben der Hochschule Niederrhein wirken fünf weitere Konsortialpartner aus Wirtschaft und Wissenschaft mit.

Die Hochschule Niederrhein ist mit dem eWeb Research Center unter Leitung von Professor Dr. Gerrit Heinemann in dem Projekt gemeinsam mit dem Handelspartner Parfümerie Pieper GmbH zuständig für die Identifikation anwendbarer Ansätze. Darüber hinaus unterstützt das eWeb Research Center die Erprobung des zu entwickelnden ON4OFF-Systems mit Testkunden sowie die spätere experimentelle Umsetzung im Ladenlokal und den Transfer von ON4OFF auf weitere Branchen.

Vernetzung mit Kunden

Mit den Ergebnissen des Projekts soll gewährleistet werden, dass sich der stationäre Einzelhandel ähnlich gut wie das E-Commerce-Segment mit seinen Kunden vernetzen kann. Mit diesen Maßnahmen kann der Verkäufer im Laden zukünftig auf die Kundenbedürfnisse individuell reagieren und die Servicequalität steigern. Zudem hat der stationäre Handel nun auch die Möglichkeit, auf der Basis freigegebener Daten – beispielsweise zu Präferenzen und bisherigen Kaufhistorien – seine Kunden maßgeschneidert zu beraten.

Erste Ergebnisse von ON4OFF werden Mitte 2020 erwartet. ON4OFF ist eines von zehn IT-Projekten im Rahmen des Leitmarktwettbewerbs IKT.NRW. Dieser adressiert die zentralen Entwicklungsfelder mit dem größten Wachstumspotenzial für die Branche, die für die zukünftige Entwicklung der Informations- und Kommunikationswirtschaft maßgeblich sein werden.

Origialmeldung:

Ansprechpartner:
Hochschule Niederrhein
Referat Hochschulkommunikation
Detlev Grewe-König
+49 (0)2151 822 3610
christian.sonntag@hs-niederrhein.de
2019-04-03T13:27:57+02:0022.03.2019|Kategorien: Digitalisierung, Handel|Tags: |