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Erster Forschungsbericht des LKA und der HSPV NRW zum Projekt veröffentlicht.

(Bild: pexels | Anete Lusina).

© pexels | Anete Lusina

Duisburg, 27. April 2021. Im Rahmen eines Kooperationsprojektes des Landeskriminalamts (LKA NRW) und der HSPV NRW zu sexueller Gewalt gegen
Frauen, ist ein erster Forschungsbericht erschienen. In diesem Bericht werden die Kriminalitätslage und insbesondere die Entwicklung in Nordrhein-Westfalen in diesem Deliktsbereich beleuchtet. Gründe für den beobachteten Anstieg der Fallzahlen werden unter anderem in einem geänderten Anzeigeverhalten und in der Anpassung des Sexualstrafrechts gesehen.

Das Forschungsprojekt „Polizeiliche Bearbeitung von Sexualdelikten“ des Instituts für Polizei- und Kriminalwissenschaften (IPK) der HSPV NRW ist ein Teilprojekt der groß angelegten Studie „Sexuelle Gewalt gegen Frauen“ der KriminalistischKriminologischen Forschungsstelle (KKF) des LKA NRW. Dort
werden zahlreiche Facetten im Zusammenhang mit sexueller Gewalt gegen Frauen analysiert.

Forschungsgegenstand

Untersuchungsgegenstand des Projektes sind Fälle sexueller Gewalt gegen Frauen durch männliche Einzeltäter und Gruppen, bei denen zum Tatzeitpunkt keine Vorbeziehung zwischen Täter und Opfer bestand. Im Fokus stehen dabei Fälle sexueller Nötigung und Vergewaltigung gemäß § 177 StGB. Nun ist der erste gemeinsame Forschungsbericht zum Thema „Kriminalitätslage und -entwicklung in Nordrhein-Westfalen 2008 bis 2019“ erschienen.

Dieser umfasst unter anderem eine Sonderauswertung der Polizeilichen Kriminalstatistik NRW sowie eine erste Analyse von qualitativen Interviews mit Sachbearbeiterinnen und -bearbeitern von Sexualdelikten in der nordrhein-westfälischen Polizei.

Letztere ist im Rahmen des vom IPK geförderten Teilprojekts „Polizeiliche Bearbeitung von Sexualdelikten“ entstanden. Weitere Forschungsergebnisse aus dem Projekt werden in den Jahren 2021 und 2022 veröffentlicht. Verschiedene Ergebnisberichte werden sich beispielsweise den Tätern und Opfern sexueller Gewalt gegen Frauen, einer vertieften qualitativen und quantitativen Analyse der polizeilichen Sachbearbeitung, der Zuverlässigkeit von Zeugenaussagen, Aspekten des Opferschutzes sowie den Opferbedürfnissen widmen.

Originalmeldung:
Link (PDF)

Ansprechpartnerin:
Andrea Bauer
Dezernat 14.2 – Forschung
+49 (0)209 1659 – 1243
Andrea.Bauer@hspv.nrw.de

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2021-04-27T16:14:59+02:0027.04.2021|Kategorien: Gesellschaft|Tags: |
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